Neue Vorschriften für Wohn- und Konsumkredite in Madeira
Madeira GuideAb heute verschärfen neue Regeln der Bank von Portugal die 'Anstrengungsquote' für Wohn- und Konsumkredite, was sich auf Einwohner und Touristen in Madeira auswirkt.
Ab dem 1. August hat die Bank von Portugal neue Richtlinien eingeführt, die die Vergabe von Wohn- und Konsumkrediten betreffen. Die bedeutendste Änderung betrifft die Verschärfung der sogenannten 'Anstrengungsquote', einem entscheidenden Maßstab, den Banken zur Beurteilung der Rückzahlungsfähigkeit von Darlehen verwenden.
Die 'Anstrengungsquote' ist der Prozentsatz des monatlichen Nettoeinkommens einer Person oder eines Haushalts, der für die Rückzahlung von Krediten aufgewendet wird. Ein höherer Prozentsatz weist auf ein größeres finanzielles Risiko hin, insbesondere bei einem unerwarteten finanziellen Abschwung oder einem Anstieg der Zinssätze.
Was ändert sich?
Die neue Empfehlung der Zentralbank ersetzt die vorherige Richtlinie von 2018 und senkt die maximale 'Anstrengungsquote' von 50% auf 45% des monatlichen Nettoeinkommens. Diese neue Obergrenze ist nun der Standard, den die Banken einhalten müssen, bevor sie einen Wohnkredit genehmigen.
Wichtig ist, dass die Berechnung nicht auf den aktuellen Zinssätzen, sondern auf einem vorsichtigeren Szenario basiert, bei dem die Zinssätze um 1,5 Prozentpunkte steigen. Das bedeutet, dass die Banken sicherstellen müssen, dass selbst bei einem Anstieg der Zinssätze die finanzielle Verpflichtung des Kreditnehmers die 45%-Schwelle nicht überschreitet.
Für Einwohner und Touristen in Madeira unterstreicht diese Änderung die Bedeutung der Finanzplanung, insbesondere in einer Region, die für ihre lebendige Tourismusbranche bekannt ist. Das Verständnis dieser neuen Regeln kann Einzelpersonen helfen, fundierte Entscheidungen über Kredite und Kreditmanagement zu treffen.
Quellen

Madeira Guide
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