Kontroverse über GESBAs 300.000 € Lobby-Ausgaben in Brüssel
Madeira GuideDie Sozialistische Partei Madeiras kritisiert GESBA für die Ausgabe von 300.000 € des Geldes der Bananenbauern für Lobbyarbeit in Brüssel und stellt die Notwendigkeit angesichts bestehender institutioneller Vertretungen in Frage.
Die Sozialistische Partei (PS) von Madeira hat starke Kritik an GESBA geübt, dem Unternehmen, das für die Bananenindustrie auf der Insel verantwortlich ist, weil es 300.000 € für Lobbyarbeit in Brüssel ausgegeben hat. Diese Ausgabe, die darauf abzielt, die Madeira-Banane in der Europäischen Union zu verteidigen und zu fördern, wird von der PS als überflüssig und als Missbrauch von Geldern angesehen, die den Bananenbauern gehören.
Sílvia Silva, Abgeordnete der PS, hat hervorgehoben, dass das Hauptproblem nicht das Ziel der öffentlichen Ausschreibung selbst ist, sondern die Tatsache, dass es bereits gut finanzierte institutionelle Einrichtungen wie das Vertretungsbüro von Madeira in Brüssel gibt, die mit dieser Art von Arbeit betraut sind. Das Büro wurde speziell eingerichtet, um die Interessen Madeiras in der EU zu vertreten, einschließlich landwirtschaftlicher Produkte wie Bananen.
Die PS argumentiert, dass die Landwirte, denen diese Gelder rechtmäßig gehören, ein Mitspracherecht bei der Verwendung dieses Geldes haben sollten. Sie schlagen vor, dass die Mittel verwendet werden könnten, um Verluste bei der Bananenproduktion in diesem Jahr auszugleichen, anstatt für externe Lobbydienste.
Die Kontroverse berührt auch Governance-Fragen innerhalb von GESBA, da Bananenproduzenten Berichten zufolge aus den Entscheidungsgremien des Unternehmens ausgeschlossen wurden, was ihren Einfluss und ihre Vertretung schwächt. Dieser Ausschluss wird von der PS als problematisch angesehen, insbesondere nachdem die Wettbewerbsbehörde Bedenken hinsichtlich der Praktiken von GESBA geäußert hat.
"Wurden die Bananenproduzenten zu dieser Ausgabe konsultiert? Würden sie nicht bevorzugen, die Gelder zu verwenden, um ihre Einkommensverluste auszugleichen?" Sílvia Silva, PS-Abgeordnete
Diese Situation hat eine breitere Diskussion über die Beweggründe hinter der Entscheidung von GESBA, in Lobbyarbeit zu investieren, ausgelöst, insbesondere da das Unternehmen im vergangenen Jahr die Zahlung einer Geldbuße von 30.000 € an die Wettbewerbsbehörde verhandelte. Die PS stellt die Frage, ob diese Lobbybemühungen im besten Interesse der Bananenbauern oder hauptsächlich anderen Agenden dienen.
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Madeira Guide
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