Verzögerungen und Kostenüberschreitungen belasten die neue Gesundheitseinheit von Porto Santo
Madeira GuideDer Bau der neuen Gesundheitseinheit von Porto Santo steht vor erheblichen Verzögerungen und Budgetüberschreitungen, was die Bewohner ohne notwendige Dienstleistungen lässt. CHEGA-Chef Hugo Nunes kritisiert das regionale Management des Projekts.
Der Bau der neuen lokalen Gesundheitseinheit (ULS) in Porto Santo ist zu einem Streitpunkt geworden, da erhebliche Verzögerungen und Kostenüberschreitungen das Projekt belasten. Ursprünglich für die Fertigstellung im September 2025 geplant, wird das Projekt nun voraussichtlich im Sommer 2028 abgeschlossen. Das Budget ist von ursprünglich 18 Millionen Euro auf erstaunliche 35,5 Millionen Euro gestiegen.
Hugo Nunes, Vorsitzender der politischen Partei CHEGA, besuchte kürzlich Porto Santo, um diese Probleme anzusprechen. Er kritisierte die regionale Regierung für das, was er als schlechte Planung und Ausführung bezeichnete. Laut Nunes sind die Verzögerungen und gestiegenen Kosten nicht auf externe Faktoren wie internationale Konflikte zurückzuführen, sondern auf lokales Missmanagement.
Die neue Gesundheitseinheit soll nach Fertigstellung 5.250 Quadratmeter Baufläche umfassen, darunter einen Notfallraum mit Zugang auf Nullniveau, 17 Beratungsräume, 16 Betten auf der Krankenstation, 8 Hämodialyseplätze und 20 Betten im Bereich der Langzeitpflege. Diese Einrichtungen sind entscheidend für die Gesundheitsinfrastruktur der Insel, die derzeit Schwierigkeiten hat, den Bedürfnissen der Bewohner von Porto Santo gerecht zu werden.
Nunes hob die anhaltenden Probleme mit öffentlichen Ausschreibungen hervor und stellte fest, dass viele unbeantwortet geblieben sind. Er deutete an, dass dies entweder auf fehlerhafte Ausschreibungsunterlagen oder auf eine Kartellbildung am Markt zurückzuführen sein könnte. Der Mangel an Fortschritten wird durch das Fehlen der versprochenen Wohnungen für medizinisches Personal, die zur Anwerbung und Bindung von Fachkräften auf der Insel dienen sollten, weiter verschärft.
"Der Anstieg von 18 auf 35,5 Millionen Euro und die Verzögerung des Projekts um drei Jahre ist keine Anpassung; es ist ein Schlag für die öffentlichen Finanzen und ein Mangel an Respekt gegenüber den Einwohnern," erklärte Hugo Nunes.
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