Ungewisse Zukunft der Fährverbindung Madeiras aufgrund politischer Spannungen
Madeira GuideÉlvio Sousa, Anführer der JPP, warnt, dass die portugiesische Republik die Pläne für eine Fährverbindung zwischen Madeira und dem Festland aufgeben könnte, und verweist auf politischen Zentralismus und unerfüllte Versprechen.
Die Debatte über die Verkehrsverbindungen zwischen Madeira und dem portugiesischen Festland hat eine neue Wendung genommen, als Élvio Sousa, Anführer der Partei Juntos Pelo Povo (JPP), Bedenken hinsichtlich der Zukunft des vorgeschlagenen Fährdienstes äußerte. Bei einer Pressekonferenz in der Gesetzgebenden Versammlung von Madeira behauptete Sousa, dass die portugiesische Republik die Fähre nach der Priorisierung des Luftverkehrs ablehnen könnte.
Sousas Äußerungen kommen inmitten wachsender Unzufriedenheit mit dem, was er als zentralistische Tendenzen der portugiesischen Regierung unter der Leitung von Premierminister Luís Montenegro beschreibt. Das Problem dreht sich um den Sozialen Mobilitätszuschuss, von dem Sousa behauptet, dass er schlecht gehandhabt wurde, was Zweifel an der Bereitschaft der Regierung weckt, ihre Versprechen gegenüber Madeira einzuhalten.
Der vorgeschlagene Fährdienst, eine langjährige Forderung der Bewohner und Unternehmen Madeiras, sollte die Konnektivität verbessern und den Tourismus fördern, indem er eine Alternative zum Luftverkehr bietet. Sousa kritisierte jedoch das Versäumnis der Regierung, die öffentliche Ausschreibung für den Fährdienst, wie im Staatshaushalt 2025 vorgesehen, zu starten.
Sousa hob auch umstrittene Äußerungen von Hugo Soares, einem parlamentarischen Führer der PSD, hervor, die die Verwendung von Steuergeldern des Festlands zur Subventionierung der Reisen von Bewohnern Madeiras und der Azoren in Frage stellten. Diese Bemerkungen, so Sousa, untergraben die verfassungsmäßigen Rechte der Madeirenser und deuten auf ein mangelndes echtes Engagement für die Entwicklung der Region hin.
Zusätzlich zur Frustration stellte Sousa fest, dass sich die Regierung nur zu einer Machbarkeitsstudie für den Fährdienst verpflichtet hatte, wobei vorläufige Schlussfolgerungen gezogen wurden, bevor die bereitgestellten 200.000 € ausgegeben wurden. Dies, so argumentiert er, sei ein Indikator für die Zurückhaltung der Regierung, das Projekt zu unterstützen.
Der JPP-Anführer betonte, dass seine Partei, wenn sie an der Macht wäre, aktiv nach Lösungen für den Fährdienst suchen würde, um seine Bedeutung für das sozioökonomische Wachstum Madeiras zu unterstreichen.
"Die zentralistische Haltung der aktuellen Regierung verheißt nichts Gutes für die Fährverbindung Madeiras. Die gemachten Versprechen sind noch nicht erfüllt", erklärte Sousa.
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Madeira Guide
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