Madeiras Fährverbindung in Gefahr: Regierung priorisiert Luftverkehr
Madeira GuideÉlvio Sousa, Vorsitzender der JPP, behauptet, die portugiesische Regierung werde den Luftverkehr der lange versprochenen Fährverbindung vorziehen, was die Erreichbarkeit und Wirtschaft Madeiras beeinträchtigen könnte.
In einer kürzlich im Gesetzgebungsrat von Madeira abgehaltenen Pressekonferenz äußerte Élvio Sousa, Vorsitzender der Partei Juntos pelo Povo (JPP), Bedenken hinsichtlich der Zukunft der Fährverbindung Madeiras mit dem portugiesischen Festland. Sousa kritisierte die scheinbare Neuausrichtung der Zentralregierung auf den Luftverkehr und deutete an, dass dies zur Aufgabe des lang ersehnten Fährdienstes führen könnte.
Sousas Bemerkungen kommen inmitten laufender Debatten über den Mobilitätssozialzuschuss, der ein umstrittenes Thema in der politischen Landschaft Portugals ist. Der Zuschuss zielt darauf ab, den Transport für Einwohner Madeiras und der Azoren erschwinglicher zu machen, doch Sousa argumentiert, dass jüngste politische Manöver der Regierung von Premierminister Luís Montenegro auf eine Vernachlässigung maritimer Transportlösungen hindeuten.
Die Fährverbindung, die seit Jahren versprochen wird, wird als wichtige Verbindung sowohl für Einwohner als auch Touristen angesehen und bietet eine Alternative zum Luftverkehr, die die wirtschaftlichen Beziehungen und den Tourismus zwischen Madeira und dem Festland stärken könnte. Sousas Aussagen unterstreichen die Befürchtung, dass das Projekt ohne staatliche Unterstützung auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt werden könnte.
Madeira, bekannt für seine malerischen Landschaften und lebendige Kultur, ist stark vom Tourismus abhängig. Die potenzielle Absage des Fährprojekts wirft Bedenken hinsichtlich der Erreichbarkeit und wirtschaftlichen Stabilität der Insel auf, insbesondere da sie ihre Transportmöglichkeiten diversifizieren möchte, um mehr Besucher anzulocken.
"Nach der Priorisierung des Luftverkehrs wird die Republik die Fähre ablehnen", erklärte Sousa und betonte die zentralistischen Tendenzen der aktuellen politischen Klasse, die seiner Ansicht nach ohne Mehrheitsmandat agiere.
Für die Bewohner Madeiras und Interessengruppen im Tourismussektor stellt die Fährverbindung nicht nur ein Transportmittel dar, sondern einen wesentlichen Bestandteil der Konnektivität der Insel mit dem Rest des Landes. Während die Diskussionen weitergehen, wird das Ergebnis dieser Debatte erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft der Insel haben.
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Madeira Guide
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