Empörung auf Madeira über neues Mobilitätszuschussmodell
Madeira GuideDas neue Mobilitätszuschussmodell hat auf Madeira Empörung ausgelöst und wird als Verstoß gegen die Verfassung und diskriminierend gegenüber Inselbewohnern bezeichnet.
Die Einführung eines neuen Modells für den Sozialen Mobilitätszuschuss durch die portugiesische Regierung hat auf Madeira für erhebliche Kontroversen gesorgt. Der Zuschuss, der den Luftverkehr zwischen den autonomen Regionen und dem Festland betrifft, enthält nun Bedingungen, die viele lokale Führer als diskriminierend ansehen.
Der Hauptstreitpunkt betrifft eine neu eingeführte Anforderung, dass Bewohner Dokumente vorlegen müssen, die belegen, dass sie keine ausstehenden Schulden beim Staat haben, um für den Zuschuss in Frage zu kommen. Diese Bedingung wurde von der Regionalregierung Madeiras als 'grobe Verletzung der Verfassung der Portugiesischen Republik' kritisiert, da sie Inselbewohner ungerecht behandelt.
Politische Reaktionen
Filipe Sousa, ein auf Madeira gewählter Abgeordneter der Partei Juntos Pelo Povo (JPP), äußerte Zufriedenheit über die schnelle Genehmigung einer parlamentarischen Anhörung, um diese Änderungen zu erörtern. Diese Sitzung zielt darauf ab, den Minister für Infrastruktur und Wohnungswesen, Miguel Pinto Luz, zu den Gründen für diese Anforderungen zu befragen.
Darüber hinaus ergreift die CDS-Partei rechtliche Schritte, indem sie beim Verfassungsgericht beantragt, die neuen Vorschriften für verfassungswidrig zu erklären. Sie argumentieren, dass die Bedingungen die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit und Gleichheit verletzen, die im portugiesischen Rechtssystem grundlegend sind.
Regierungsforderungen und öffentliche Empörung
Die Regionalregierung Madeiras hat durch ihren Sekretär für Tourismus, Umwelt und Kultur formell eine Überprüfung dieser schuldenbezogenen Bedingungen gefordert. Sie betonen, dass solche Forderungen dem Geist der nationalen Einheit und Gleichheit unter den portugiesischen Bürgern widersprechen.
Die Anforderung, dass Bürger auf Madeira und den Azoren nachweisen müssen, dass sie schuldenfrei sind, um diesen Zuschuss zu erhalten, beleidigt den Wesenskern der Gleichberechtigung innerhalb unserer Nation.
Diese Entwicklung hat nicht nur politische Kreise bewegt, sondern auch weit verbreitete öffentliche Unzufriedenheit auf den Inseln ausgelöst. Bewohner und lokale Führer betrachten dies als eine Angelegenheit, die über eine bloße Politikumstellung hinausgeht und Fragen der Fairness und verfassungsmäßigen Rechte berührt.
Quellen

Madeira Guide
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