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Emanuel Câmara fordert regionale Verwaltung der POSEI-Mittel

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April 15, 2026
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Emanuel Câmara, Abgeordneter der PS-Madeira, fordert die regionale Verwaltung der POSEI-Mittel, um eine gerechte Unterstützung der Landwirtschaft zu gewährleisten.

Emanuel Câmara, Abgeordneter der PS-Madeira im portugiesischen Parlament, hat sich entschieden gegen den Vorschlag der Europäischen Kommission gestellt, die Gemeinschaftsmittel, insbesondere das POSEI-Programm, unter die Kontrolle der nationalen Regierung zu stellen. Am 15. April 2026, während einer Sitzung der Kommission für Landwirtschaft und Fischerei, stellte Câmara dem Minister für Landwirtschaft und Meer, José Manuel Fernandes, direkt Fragen und forderte eine klare Position zu diesem Thema.

POSEI (Programm für Optionen im Zusammenhang mit Abgeschiedenheit und Insularität) ist ein wichtiges Finanzierungsprogramm zur Unterstützung der Landwirtschaftssektoren in den äußersten Regionen Europas, zu denen Madeira und die Azoren gehören. Câmara betonte die Notwendigkeit einer autonomen Verwaltung dieser Mittel durch die Regionen, um die einzigartigen lokalen landwirtschaftlichen Herausforderungen effektiv anzugehen.

Câmara wies darauf hin, dass der derzeitige zentralisierte Ansatz zu erheblichen Ungleichheiten geführt hat, insbesondere zwischen Madeira und den Azoren. Im Jahr 2025 stellte die nationale Regierung zusätzliche Ressourcen bereit, um Defizite in den POSEI-Mitteln für die Azoren zu beheben, während Madeira weiterhin erhebliche Kürzungen hinnehmen musste, wobei die landwirtschaftliche Unterstützung um 75 % reduziert wurde.

Diese Diskrepanz, so Câmara, stellt eine diskriminierende Praxis dar und unterstreicht den Mangel an Fairness bei der Verteilung der Ressourcen. Er forderte den Minister auf, klarzustellen, ob er die Zentralisierung der Mittel in Lissabon oder die Autonomie der regionalen Verwaltung unterstützt. Diese Forderung nach Klarheit erstreckte sich auch auf ungelöste Fragen, die vor Monaten über die unzureichende finanzielle Ausstattung für die landwirtschaftlichen Bedürfnisse Madeiras aufgeworfen wurden.

Câmaras Einsatz für die regionale Verwaltung der POSEI-Mittel beruht darauf, sicherzustellen, dass lokale landwirtschaftliche Erzeuger nicht benachteiligt werden und dass regionale Bedürfnisse ohne externe bürokratische Verzögerungen angemessen erfüllt werden. Die Angelegenheit hat angesichts des kürzlich begangenen 50. Jahrestages der madeirensischen Autonomie Aufmerksamkeit erregt, was den anhaltenden Kampf um regionale Selbstbestimmung unterstreicht.

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