Heftige Debatte über den geplanten Verkauf des Krankenhauses Dr. Nélio Mendonça
Madeira GuideDie politische Szene auf Madeira ist angespannt, da Parteien über den geplanten Verkauf des Krankenhauses Dr. Nélio Mendonça streiten. Der Verkauf soll ein neues Krankenhaus finanzieren, stößt jedoch auf starken Widerstand.
Das politische Klima auf Madeira hat sich nach der Ankündigung des geplanten Verkaufs des Krankenhauses Dr. Nélio Mendonça verschärft. Dieses historische Krankenhaus im Herzen von Funchal steht im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte, die lokale politische Parteien spaltet und das öffentliche Interesse weckt.
Der umstrittene Vorschlag
Der Vorschlag der Regionalregierung, das Krankenhaus zu verkaufen, zielt darauf ab, den Bau eines neuen Zentral- und Universitätskrankenhauses in Madeira zu finanzieren. Dieser Plan hat erheblichen Widerstand von mehreren politischen Parteien und lokalen Gruppen hervorgerufen.
Iniciativa Liberal (IL) Madeira hat eine detaillierte Bewertung der Notwendigkeit dieses Verkaufs gefordert und ob das Krankenhaus unter regionaler Kontrolle bleiben sollte. Gonçalo Maia Camelo, der einzige IL-Abgeordnete in der regionalen gesetzgebenden Versammlung, betonte die Bedeutung der Bewertung aller Optionen, bevor der Verkauf fortgesetzt wird.
Politischer Widerstand
Die Sozialistische Partei (PS) hat sich vehement gegen den Verkauf ausgesprochen. Célia Pessegueiro, die Parteipräsidentin auf Madeira, verurteilte die Entscheidung und hob die erheblichen Investitionen hervor, die bereits in die Renovierung des Krankenhauses geflossen sind. Die PS hat eine Resolution in der gesetzgebenden Versammlung eingereicht, um den Verkauf zu stoppen und die aktuellen Funktionen des Krankenhauses zu bewahren.
Auch die Partei LIVRE hat den Verkauf als wirtschaftliche Täuschung kritisiert und argumentiert, dass der Fokus der Regierung auf Luxusprojekte wie den Golfplatz Faial wesentliche Ressourcen von der öffentlichen Gesundheitsversorgung ablenkt. Sie befürworten die Nutzung bestehender Mittel, um das Krankenhaus zu erhalten und für Langzeitpflegeeinrichtungen umzubauen.
Öffentliche Bedenken und Alternativen
Gegner argumentieren, dass das Krankenhaus für andere Zwecke wie die Langzeitpflege angepasst werden könnte, indem die bestehende Infrastruktur genutzt wird. Die Idee ist, den kostspieligen und potenziell spekulativen Verkauf öffentlicher Vermögenswerte zu vermeiden.
Mit den verfügbaren Mitteln aus Programmen wie Madeira 2030 und dem Wiederherstellungs- und Resilienzplan argumentieren Kritiker, dass die Regierung die öffentliche Gesundheit vor Luxusentwicklungen priorisieren sollte.
Es ist ein Fehler, die öffentliche Gesundheit für Luxusprojekte zu opfern. Die Regierung muss ihre Prioritäten überdenken.
Quellen

Madeira Guide
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