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Kontroverse um geplanten Verkauf des Krankenhauses Dr. Nélio Mendonça auf Madeira

Madeira GuideMadeira Guide
January 24, 2026
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Der geplante Verkauf des Krankenhauses Dr. Nélio Mendonça auf Madeira hat erhebliche politische und öffentliche Opposition ausgelöst, wobei Parteien und Bürger die Motive der Regierung und die potenziellen Auswirkungen auf das lokale Gesundheitswesen in Frage stellen.

Der vorgeschlagene Verkauf des historischen Krankenhauses Dr. Nélio Mendonça auf Madeira hat eine hitzige Debatte unter politischen Parteien und der Öffentlichkeit entfacht. Das in Funchal gelegene Krankenhaus ist eine wichtige Gesundheitseinrichtung für die Bewohner der Region. Die Ankündigung der Regionalregierung, es im Rahmen einer Finanzstrategie zur Finanzierung des neuen Zentral- und Universitätskrankenhauses Madeira zu verkaufen, stieß auf weit verbreitete Ablehnung.

Politischer Widerstand nimmt zu

Die Iniciativa Liberal (IL) Madeira hat von der Regionalregierung Klarheit über die Notwendigkeit des Verkaufs des Krankenhauses gefordert. Der einzige Abgeordnete der IL, Gonçalo Maia Camelo, betonte die Wichtigkeit, das Krankenhaus im öffentlichen Besitz zu behalten und eine detaillierte Bewertung von Alternativen vorzunehmen.

Die Sozialistische Partei (PS) Madeira hat ihre feste Opposition zum Ausdruck gebracht und argumentiert, dass die Entscheidung die kürzlich in die Infrastruktur des Krankenhauses getätigten Investitionen untergräbt. Die PS hat eine Resolution bei der Gesetzgebenden Versammlung eingereicht, um den Verkauf zu stoppen.

Auch LIVRE hat sich der Opposition angeschlossen und den Verkauf als 'historischen sozialen Fehler' und 'wirtschaftliche Täuschung' bezeichnet. Sie kritisieren die Regierung dafür, verfügbare Strukturmittel zu übersehen und Luxusprojekte über wesentliche Gesundheitsdienste zu priorisieren.

Öffentliche Empörung und rechtliche Herausforderungen

Bürger haben beim Generalstaatsanwalt Beschwerden eingereicht und ihr verfassungsmäßiges Recht auf öffentliche Aktion geltend gemacht. Sie argumentieren, dass der Verkauf des Krankenhauses zur Schuldenrückzahlung dem öffentlichen Interesse zuwiderläuft und die Gesundheitsprobleme verschärft. Außerdem betonen sie die Bedeutung der Umwandlung der Einrichtung in ein Zentrum für kontinuierliche und palliative Pflege zur Deckung des regionalen Bedarfs.

Rechtfertigung der Regierung und zukünftige Implikationen

Die Regierung argumentiert, dass der Verkauf des Krankenhauses notwendig sei, um das neue Krankenhaus zu finanzieren, was jedoch wegen falscher Prioritätensetzung kritisiert wird. Gegner behaupten, dass der Verkauf zur Kommerzialisierung öffentlicher Vermögenswerte beitragen und die dringenden Gesundheitsbedürfnisse der alternden Bevölkerung Madeiras vernachlässigen würde.

Die Debatte hebt ein breiteres Problem bezüglich der Zuweisung öffentlicher Mittel und des Gleichgewichts zwischen Entwicklung und Erhalt wesentlicher Dienstleistungen hervor. Während sich die Situation entfaltet, bleibt abzuwarten, wie die Regierung diese Herausforderungen angesichts des wachsenden öffentlichen und politischen Drucks angehen wird.

Quellen

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