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Kontroverse um geplanten Verkauf des Krankenhauses Dr. Nélio Mendonça auf Madeira

Madeira GuideMadeira Guide
January 24, 2026
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Der geplante Verkauf des ikonischen Krankenhauses Dr. Nélio Mendonça auf Madeira hat bei lokalen politischen Parteien und der Öffentlichkeit große Opposition ausgelöst. Der Verkauf soll ein neues Krankenhaus finanzieren, wird jedoch dafür kritisiert, finanzielle Gewinne über die öffentliche Gesundheit zu stellen.

Die Entscheidung, das Krankenhaus Dr. Nélio Mendonça auf Madeira zu verkaufen, hat eine heftige Debatte unter lokalen politischen Parteien und Bürgern ausgelöst. Dieses ikonische Krankenhaus, das der Gemeinschaft seit Jahrzehnten dient, soll verkauft werden, um das neue zentrale und universitäre Krankenhaus von Madeira zu finanzieren.

Die Sozialistische Partei (PS) und andere politische Gruppen haben sich vehement gegen diesen Plan ausgesprochen. Célia Pessegueiro, Präsidentin der PS-Madeira, drückte ihre völlige Ablehnung aus und betonte die erheblichen Investitionen, die bereits in die Renovierung des Krankenhauses geflossen sind. Sie erklärte, dass die Partei eine Resolution in der Gesetzgebenden Versammlung von Madeira eingeleitet hat, um den Verkauf zu verhindern.

Ähnlich hat die Partei LIVRE den Verkauf als 'historische und wirtschaftliche Täuschung' bezeichnet und die Entscheidung der Regierung als sozial unverantwortlich kritisiert. Sie argumentieren, dass bestehende Mittel aus Programmen wie Madeira 2030 und dem Wiederaufbau- und Resilienzplan stattdessen genutzt werden sollten. LIVRE fordert auch eine verbindliche öffentliche Konsultation, um den Verkauf zu überdenken.

Die Partei ADN hob hervor, dass der Verkauf seit Jahren geplant war und verwies auf die Resolution 88/2023 im Diário da República, die den Verkauf als Teil der Schuldenmanagementstrategie für den Bau des neuen Krankenhauses beschreibt.

Andererseits äußerte CHEGA tiefe Besorgnis über den Verkauf und betonte die Notwendigkeit von Transparenz und öffentlicher Überprüfung. Sie bestehen darauf, dass ein Verkauf sicherstellen sollte, dass das Krankenhaus weiterhin den öffentlichen Interessen dient, insbesondere im Gesundheitswesen, und nicht in luxuriöse Unterkünfte oder private Unternehmen umgewandelt wird.

Diese Kontroverse stellt die Regionalregierung unter Beobachtung, da die Entscheidung Auswirkungen auf die Gesundheitsinfrastruktur Madeiras hat. Das Krankenhaus war ein Eckpfeiler der öffentlichen Gesundheitsdienste auf der Insel, und sein Verkauf wirft Fragen über die zukünftige Gesundheitsversorgung und den Erhalt öffentlicher Vermögenswerte auf.

Quellen

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