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Kontroverse über geplanten Verkauf des Dr. Nélio Mendonça Krankenhauses auf Madeira

Madeira GuideMadeira Guide
January 25, 2026
4 min read

Der mögliche Verkauf des historischen Dr. Nélio Mendonça Krankenhauses auf Madeira hat eine heftige Debatte unter politischen Parteien und der Öffentlichkeit ausgelöst. Der Verkauf soll eine neue medizinische Einrichtung finanzieren, Kritiker warnen jedoch vor der Gefährdung der Gesundheitsinfrastruktur.

Der Vorschlag der Regierung von Madeira, das Dr. Nélio Mendonça Krankenhaus zu verkaufen, hat eine kontroverse Debatte entfacht. Das Krankenhaus, eine wichtige Gesundheitseinrichtung auf der Insel, steht im Mittelpunkt eines politischen Sturms, da Parteien über seine Zukunft streiten.

Der Verkauf des Krankenhauses wird als Mittel zur Finanzierung des Baus eines neuen Zentralen Krankenhauses angesehen, ein Projekt zur Modernisierung der Gesundheitsinfrastruktur von Madeira. Der Vorschlag stößt jedoch auf starken Widerstand.

Politischer Widerstand wächst

Die Partei Iniciativa Liberal (IL) hat Klarheit von der Regionalregierung gefordert und die Notwendigkeit des Krankenhausverkaufs in Frage gestellt, wobei alternative Lösungen in Betracht gezogen werden sollten. Gonçalo Maia Camelo, der einzige Vertreter der IL in der Gesetzgebenden Versammlung, betont die Notwendigkeit einer detaillierten Bewertung der Auswirkungen des Verkaufs.

Auch die Sozialistische Partei (PS) hat sich entschieden gegen den Verkauf ausgesprochen. PS-Chefin Célia Pessegueiro hob die bedeutenden Investitionen hervor, die kürzlich in die Renovierung des Krankenhauses geflossen sind, und sprach sich gegen den Verkauf aus.

Bedenken über soziale Auswirkungen

Auch die Partei LIVRE hat starken Widerspruch geäußert und den Verkauf als wirtschaftlich unklug und sozial unverantwortlich bezeichnet. Sie argumentieren, dass der Verkauf die Bedürfnisse der alternden Bevölkerung Madeiras und den Bedarf an Pflegeeinrichtungen ignoriert. LIVRE schlägt vor, die bestehende Krankenhausinfrastruktur für die Langzeitpflege zu nutzen, was ihrer Meinung nach sowohl machbar als auch nachhaltig ist.

Die Partei kritisiert die Regierung, Luxusprojekte gegenüber wesentlichen öffentlichen Dienstleistungen zu priorisieren, und schlägt vor, dass Mittel aus Programmen wie Madeira 2030 besser für den Gesundheitsbedarf verwendet werden könnten.

Forderung nach öffentlicher Konsultation

Angesichts der Kontroverse hat LIVRE eine verbindliche öffentliche Konsultation gefordert, um Transparenz und öffentliche Beteiligung am Entscheidungsprozess zu betonen. Sie argumentieren, dass der Verkauf des Krankenhauses zur Finanzierung der neuen Einrichtung fehlgeleitete Prioritäten und einen Mangel an öffentlichem Engagement widerspiegelt.

Während die Debatte andauert, bleibt die Zukunft des Dr. Nélio Mendonça Krankenhauses ungewiss. Der vorgeschlagene Verkauf ist zu einem Brennpunkt in Diskussionen über Madeiras Gesundheitsstrategie und die breiteren sozioökonomischen Auswirkungen geworden.

Quellen

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