Chega-Partei beschuldigt PSD-Führer des Kolonialismus und der Xenophobie
Madeira GuideEin politischer Sturm entfacht sich auf Madeira, als die Chega-Partei die PSD-Führer kolonialistischer und fremdenfeindlicher Einstellungen gegenüber der Insel beschuldigt.
In einer hitzigen Sitzung in der portugiesischen Versammlung beschuldigte Francisco Gomes, ein Vertreter Madeiras für die Chega-Partei, die Führung der PSD (Sozialdemokratische Partei), eine kolonialistische Haltung gegenüber Madeira einzunehmen. Er kritisierte den PSD-Vorsitzenden Luís Montenegro und erklärte, dass der Ansatz der Partei die Autonomie der Insel und ihre Bewohner missachtet.
Die Anschuldigungen wurden durch Kommentare von Hugo Soares, dem parlamentarischen Führer der PSD, ausgelöst, der angeblich bemerkte, dass die Madeirer auf Kosten der Steuerzahler des Festlandes reisen. Diese Aussage zeigt laut Gomes einen tiefen Mangel an Respekt für die Autonomie und Würde der Menschen auf Madeira.
Diese Bemerkungen haben erhebliche Kontroversen ausgelöst, wobei Gomes eine formelle Zensur von Hugo Soares fordert. Er argumentiert, dass solche Aussagen eine koloniale Denkweise fortsetzen und die Identität der Insel untergraben.
Madeira, eine autonome Region Portugals, hat seine eigene Regionalregierung und gesetzgebende Versammlung. Der Begriff 'Kolonialismus' bezieht sich in diesem Kontext auf die wahrgenommene Haltung der Festlandpolitiker, Madeira als untergeordnet oder weniger wichtig als das Festland zu behandeln.
Dieser Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Madeira und dem Festland und spiegelt breitere Fragen der regionalen Autonomie und Identität innerhalb Portugals wider. Als beliebtes Touristenziel sind Madeiras Beziehungen zum Festland sowohl für seine Wirtschaft als auch für seine kulturelle Identität von entscheidender Bedeutung.
Quellen

Madeira Guide
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